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Glaube an deine Stadt! Orte
sind Indentitätsstiftend. Orte verankern den Menschen in seiner Umgebung
Das Küchenmonument entstand im Frührjahr 2006 auf Einladung
der Duisburger Akzente 2006/ Publicity
in Ko-Produktion mit dem Ringlokschuppen Mülheim/ Neue Ufer.
Grundsätzlich stellte sich uns die Frage nach der Rolle der Kunst
im öffentlichen Raum auf der Suche nach städtischen Orten, die
kollektive oder auch private Bedeutung besitzen.
Monumente und Skulpturen spielen nicht nur im Ruhrgebiet eine zentrale
Rolle für den Identifikationsprozess. Aber vor allem dort ist die
Skulptur wesentliches Element im Umstrukturierungsprozess von einer Industrie-
in eine Kulturlandschaft. Abraumhalden wurden mit Monumenten gekrönt,
Stahlwerke in begehbare Landschaftskulpturen verwandelt. In Duisburg wurde
der "Lifesaver", ein Brunnen von Nikki de Sailt Phalle und Jean
Tinguely zum Wahrzeichen der Stadt.
Auf welche Art und Weise wird heute die Herstellung von Authentizität
organisiert?
Wir stießen auf das Trojanische Pferd.
Die Metapher des trojanischen Pferdes schien uns ein geeignetes Instrument,
die Idee des Monuments mit der Produktion von städtischer Identität
zu verbinden. Eine mobile Skulptur als Behälter, Identität in
den öffentlichen Raum zu transportieren. Die den Menschen die Möglichkeit
eröffnet, diesen aktiv mitzugestalten. Das Monument Werkzeug zur
Wiedereroberung des öffentlichen Raums. Aber wie kann ein Monument
einen sozialen Raum generieren? Wie kann es dazu anregen, den öffentlichen
Raum zu benutzen, ihn sich anzueignen? Und wie wird es zu einem Instrument,
was Gemeinschaften und Identitäten unterschiedlichster Nachbarschaften
spiegelt? Das öffentliche Leben der Städte ist geprägt
von kultureller Vielfalt. Was ist das authentische dieser Kulturen? Wo
haben die unterschiedlichsten kulturelle Gemeinschaften ihren Mittelpunkt,
wo äußern sich am ehesten deren Bedürfnisse? An welchen
Orten im Privaten generieren Gemeinschaften ihren Sinn?
Die Küche ist Spiegel städtischer Identitäten.
In der Küche spiegeln sich kulturelle Eigenheiten und Traditionen.
In der Küche setzt man sich zusammen und auseinander. Wenn man jemanden
zu sich nach hause einlädt, steht die Küche, das gemeinsame
Essen für die Gastlichkeit, die Offenheit des Gastgebers. Die Küche
ist also der ideale Ort, Ort der Verbindung und Auseinandersetzung zwischen
dem Privaten und dem Öffentlichen.
Schwierig zu beantworten ist die Frage nach der Nachhaltigkeit
eines Projektes, dessen Prinzip das Verschwinden ist. Ob sich neu- oder
wiederentdecktes Raumpotential auf die Stadt auswirkt, nachdem das Monument
verschwunden ist, bleibt zu wünschen.
Unter den Leuten aber sind neue Beziehungen entstanden, neue Räume
in den Vorstellungen der Menschen über die Möglichkeiten der
Stadt, in der sie leben.
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